Die Bernauer Wappenuhr - Ein Lebenswerk

Die Geschichte beginnt im Jahr 2009. Vor mittlerweile über 13 Jahren erhält Wilfried Schwuchow den Auftrag „etwas Schönes“ für die Stadt Bernau zu fertigen. Seine Frau Eva-Maria Schwuchow hatte daraufhin die Idee, dass Bernau ein besonders schönes Wappen hat und schlug dem Handwerksmeister eine Wappenuhr vor. Doch wie immer denkt Wilfried Schwuchow in Superlativen. Aus der „einfachen“ Wappenuhr für ein Schaufenster der Wohnungsverwaltung, wird eine riesige Attraktion im separaten Glaskasten direkt neben der Stadthalle Bernau. 

Am 30.06.2022 fand die offizielle Einweihung statt. Die Uhr findet damit endgültig ihren Weg vom Vorgarten der Schwuchows in die Stadt Bernau. Ab sofort kann sie die ganze Woche zwischen 11 und 15 Uhr in Aktion bestaunt werden!

Baer

Elementare


Unser Betrieb soll zeitgemäße Möglichkeiten mit traditioneller Handwerkskunst verknüpfen.

Wir erschaffen Kunstwerke mit echter Handarbeit und Leidenschaft.

Kunst

Das künstlerische steht bei uns im Vordergrund. Das wichtigste ist die Kreativität und Individualität der Einzelstücke, das gilt sowohl für die daran beteiligten Personen, als auch für die Produkte. Dabei ist der Begriff Produkt beinahe fehl am Platz. Jede Idee und jedes Produkt ist einzigartig, von Hand gefertigt.

Handwerk

Das Handwerk ist vom Aussterben bedroht. Die Globalisierung und Produktentwicklung für den Massenmarkt setzt traditionelle Handwerker unter Druck. Dabei sind es genau diese Fähigkeiten, die für die Entwicklung unserer Gesellschaft prägend waren. Diese traditionellen Handwerkstechniken wollen wir mit unserem Betrieb lehren und leben.

Ausstellung

Neben der Produktion diverser Einzelstücke von der Konzeption bis zum fertigen Produkt in Kooperation mit Menschen mit verschiedenen Grundvoraussetzungen, wollen wir die Möglichkeit geben, die Entstehung der Endprodukte zu beobachten. Dafür möchten wir eine Schauwerkstatt und museumsähnliche Ausstellungen zum Betrieb und zum Handwerk bieten.

Wilfried Schwuchow

Handwerker und Visionär!

Geboren im Februar 1943, wuchs Wilfried Schwuchow in Lauenburg auf. Nur zwei Jahre später, zum Ende des zweiten Weltkriegs, zwang die bedrohliche Kriegssituation seine Mutter mit Wilfried und seinen Geschwistern zu fliehen. Nur wenig von dem, was sie besaßen, haben sie mitgenommen und bei der Ankunft in Angermünde noch besessen. Das Essen war stets knapp und auch Kleidung und Decken gab es nie ausreichend. Die Familie teilte sich immer alles. Bis zur Lehre hatte Wilfried Schwuchow nie ein eigenes Bett. Ab 1949 besuchte er die Schule in Angermünde, wo sich wohlhabende Bauernjungs zu armen Handwerkerkindern, wie Wilfried, mischten. Nach Schulschluss musste er von Tür zu Tür gehen und betteln. 

Als abgehungerter kleiner Junge hatte er in der Gesellschaft kaum eine Chance – er musste sich beweisen, so schloss er die Schule nach acht Jahren mit einem sehr guten Ergebnis ab. Statt auf eine Oberschule gehen zu dürfen, musste er in das Berufsleben einsteigen um Geld zu verdienen. Im Lehrlingswohnheim konnte er zum ersten Mal in seinem Leben ein echtes Frühstück genießen. Ähnlich wie zu Schulzeiten, musste sich Schwuchow in seinen Lehrjahren, als schmächtigster unter den Gesellen, durchsetzen. Durch Cleverness und Geschick wurde er bester Lehrling. Fortan arbeitete er in vielen Handwerksbetrieben, sammelte Erfahrungen und erlernte sämtliche Fertigkeiten. Seinen Freiheitsdrang konnte er nicht zügeln. Das Bestreben nach Selbständigkeit war zu stark. Seit 1985 ist er als Handwerksmeister selbstständig. In den vergangenen fast 35 Jahren erschuf er zahlreiche Kunstwerke und ist bekannt als Handwerker mit goldenen Händen.

Unterstützt wird er durch seine Frau Eva-Maria und Sohn Paul, welcher ebenfalls das Metallbauhandwerk erlernte und an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde Unternehmensmanagement studierte.

Als abgehungerter kleiner Junge hatte er in der Gesellschaft kaum eine Chance – er musste sich beweisen, so schloss er die Schule nach acht Jahren mit einem sehr guten Ergebnis ab. Statt auf eine Oberschule gehen zu dürfen, musste er in das Berufsleben einsteigen um Geld zu verdienen. Im Lehrlingswohnheim konnte er zum ersten Mal in seinem Leben ein echtes Frühstück genießen. Ähnlich wie zu Schulzeiten, musste sich Schwuchow in seinen Lehrjahren, als schmächtigster unter den Gesellen, durchsetzen. Durch Cleverness und Geschick wurde er bester Lehrling. Fortan arbeitete er in vielen Handwerksbetrieben, sammelte Erfahrungen und erlernte sämtliche Fertigkeiten. Seinen Freiheitsdrang konnte er nicht zügeln. Das Bestreben nach Selbständigkeit war zu stark. Seit 1985 ist er als Handwerksmeister selbstständig. In den vergangenen fast 35 Jahren erschuf er zahlreiche Kunstwerke und ist bekannt als Handwerker mit goldenen Händen.

Unterstützt wird er durch seine Frau Eva-Maria und Sohn Paul, welcher ebenfalls das Metallbauhandwerk erlernte und an der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung in Eberswalde Unternehmensmanagement studierte.

Kontakt

Telefon: 03331 / 32381
Email: info@kunstschmiede-schwuchow.de

Gedanken zum Projekt

„Immer häufiger wird die Klage erhoben, daß es zur Ausführung besonderer Arbeiten keine geeigneten Handwerker mehr gäbe. Wie war es möglich, daß eine so hoch entwickelte Handwerkskultur wie die deutsche so weit herunterkommen, ja fast ganz in Verlust geraten konnte? Wo ist der Handwerksstolz geblieben, der die Freude an solider und schöner Arbeit zur Grundlage hatte? Diese Klagen klingen wie eine ernste Mahnung, in letzter Stunde mit Hilfe der wenigen noch vorhandenen Kunsthandwerker wieder junge geeignete Kräfte heranzubilden. Für das Gebiet des Kunstschmiedehandwerks (nicht gleichbedeutend mit Kunstschlosserhandwerk) ist der Niedergang seit der Barockzeit an einzelnen alten Arbeiten nachweißbar“.

Julius Schramm
Kunstschmied und Buchautor

Man kann sie gewinnen und verlieren, sparen und verschwenden. Man kann sie nutzen oder missachten. Man kann sie einteilen und verschenken. Man kann sie sogar totschlagen. Aber man kann sie niemals aufhalten, festhalten oder konservieren. Die Zeit.

Sie fließt und fließt wie ein munterer Bach immer nur in eine Richtung, stets nur vorwärts. Sie ist einfach da, ganz ohne unser Zutun. Wir können sie zwar in Stunden oder Minuten zerhacken und mit Uhren messen. Der Zeit ist das ziemlich egal. Sie ist. Ob wir sie lieben oder verfluchen, bemerken oder ignorieren. Sie fließt und nimmt uns einfach mit. Doch Zeit ist das Kostbarste, das unser Leben überhaupt ausmacht. Leben ist Zeit. Lebenszeit. Und so sollten wir auch mit ihr umgehen. Achtsam, respektvoll und ihrer Kostbarkeit bewusst. Das kann man jeden Augenblick versuchen. Zum Beispiel – gleich jetzt!

Daniela Windolff
Journalistin
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Philosophie

Unser Betrieb setzt auf individuelle und ästhetisch ansprechende Arbeit, unter Nutzung traditioneller Handwerkstechniken.

Das traditionelle Handwerk wurde aufgrund zunehmender globaler Massenproduktionen stark vernachlässigt. Produkte wurden weniger nach den Bedürfnissen der Kunden entwickelt, sondern nach hohen Absatzmöglichkeiten. Hier setzt jedoch traditionelles Handwerk ein. Jeder Kunde hat individuelle Anforderungen, auf welche der Handwerker mit Know How und Kreativität eingehen kann. Dadurch wird Handwerk heute zu einer Kunstform. Wir demonstrieren anhand von Kunstuhren und weiteren ausgefallenen Unikaten unser Handwerk und veranschaulichen die Einmaligkeit, die durch kreatives Schaffen entstehen kann.

 

Wir demonstrieren anhand von Kunstuhren und weiteren ausgefallenen Unikaten unser Handwerk und veranschaulichen die Einmaligkeit, die durch kreatives Schaffen entstehen kann. Ehrliche Handarbeit ist die besondere Fertigkeit unseres Gewerbes. Die Kunst, Werke zu schaffen, die sowohl durch Ästhetik, als auch durch Technik begeistern und berühren. Die vergessene Handwerkskunst wieder zu beleben und zu lehren – das ist unser Ziel.

Wir demonstrieren anhand von Kunstuhren und weiteren ausgefallenen Unikaten unser Handwerk und veranschaulichen die Einmaligkeit, die durch kreatives Schaffen entstehen kann. Ehrliche Handarbeit ist die besondere Fertigkeit unseres Gewerbes. Die Kunst, Werke zu schaffen, die sowohl durch Ästhetik, als auch durch Technik begeistern und berühren. Die vergessene Handwerkskunst wieder zu beleben und zu lehren – das ist unser Ziel.

Aktuelles

Das einmalige Erlebnis unserer Kunst führte bereits das ein oder andere Mal dazu dass wir in Funk und Fernsehen erwähnt wurden, das zeigt bereits der obige Fernsehbeitrag des Lokalsenders UMTV. Hier finden Sie eine Übersicht über einige Berichte aus dem Printbereich.